Die Werkbahn der Mannesmann Röhrenwerke (MRW)
von Martin Menke

Auch wenn es die Firma Mannesmann als eigenständiges Unternehmen nicht mehr gibt, besteht der Markenname und die Erinnerung an die eigene Werkbahn, mit den markanten blauen Werkloks noch weiter. Einige der älteren Fahrzeuge haben außerhalb des Betriebsgeländes eine neue Heimat gefunden. Die letzte Dampflok, ein C-Kuppler, stand lange auf dem Spielplatz an der Aktienstraße und wartet heute bei einem Verein auf die Aufarbeitung. Eine der kleinen Dieselloks zieht heute die Museumszüge der Hespertalbahn, den regulären Betrieb im Werksgelände wickelt heute das Duisburger Unternehmen Eisenbahn und Häfen (E+H) mit den auffälligen gelben Dieselloks ab. Neben dem Transport von Röhren und den dafür benötigten Rohstoffen ist E+H auch für die Zustellung der für Siemens bestimmten Wagen verantwortlich. Die Wagen werden von der DB im Bahnhof Styrum übernommen und bis zum Übergabegleis des Werkes Wiesenstraße gebracht. Dies geschah nach der Dampflokära mit den noch an Phönix Rheinrohr, dem Vorgänger von den MRW, ausgelieferten Henschel-Loks DH 500 C, DH 240 B und Krauss-Maffai-Maschinen ML 500 C, M700 C. Markanteste Loks sind heute neben einigen älteren, modernisierten Typen die Mak-Loks der Baureihe G 1205. Das eigentliche Gleisnetz wurde über viele Jahre unverändert betrieben. Erst mit dem Bau einer Umgehungsstraße mussten 2001/ 2002 mehrere Streckengleise, unter anderem der markante Ring, stillgelegt werden. Damit existiert die einstige Verbindungsstrecke aus den 30er Jahren zum Siemenswerk nicht mehr.

Falls genügen historisches Material gefunden wird, wird die Werkbahn Thema einer eigenen Broschüre werden.